Christmas in Brazil!

Hallo meine lieben Freunde!

Wir wissen, dass es zum Jahresende soweit ist und doch trifft uns die Vorweihnachtszeit immer wieder unvorbereitet. Das Ergebnis ist Einkaufsstress, Hektik und manchmal auch Streit.

Ich nutze die Weihnachtszeit jedes Jahr auf ganz besondere Weise, denn es gibt so viele Menschen, denen es nicht so gut geht, wie euch, und denen möchte ich nicht nur jetzt zu Weihnachten, helfen. Sicher habt ihr schon mitbekommen, dass ich einmal im Jahr nach Brasilien reise und dort mit verschiedenen Hilfsprojekten zusammen arbeite. Brasilien hat mein Herz seinerzeit im Sturm erobert, nicht nur wegen der Sonne und der entspannten Lebensart, sondern auch wegen der Menschen, der Herzlichkeit und den offenen Armen, mit denen man hier aufgenommen wird. Es ist auch das besondere Gefühl, immer etwas zurück zu bekommen von dem, was man gerne bereit ist zu geben.

Bereits in meiner Jugend habe ich hier viel Zeit verbracht, um Capoeira zu lernen. Dieser Kampftanz findet seinen Ursprung im afrikanischen NíGolo („Zebratanz“) und wurde in der Kolonialzeit von afrikanischen Sklaven in Brasilien praktiziert und weiterentwickelt. Die ursprünglichen Elemente verschmolzen während der Zeit mit weiteren Einflüssen unterschiedlichster Kulturen. In den 70er Jahren kristallisierten sich die für Capoeira typischen, akrobatischen Stilmittel sowie Sprünge und hohe Salti heraus.

In diesem Zusammenhang lernte ich Bira Almeida kennen. In Brasilien gilt dieser als berühmter Lehrer und Großmeister dieser Kunst und ist unter dem Namen „Mestre Acordeon“ bekannt.  Für Almeidas Kinderstiftung „Kirimure“ machte ich mich 2014 mit dem Fahrrad auf, Brasilien zu durchqueren, um Spenden für seine Stiftung zu sammeln. Im Rahmen dieser Aktion, bei der ich über 1.500 Kilometer mit dem Fahrrad hinter mich brachte,  kamen $ 100.000,- zusammen. Das mediale Interesse dieser Aktion ist vor allem im brasilianischen Fernsehen sehr hoch. In Deutschland sind solche spontanen Ideen und Aktionen leider extrem schwer umzusetzen, was ich immer wieder schade finde.

Jedenfalls war dies der Punkt, an dem ich mir sagte: Hier willst du helfen, mit Programmen für Kinder, wo sie runter von der Straße kommen, um mit Tanz und Musik ihre Talente und Kreativität entwickeln können. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele dieser Kinder schnell auf die schiefe Bahn kommen können, die Kriminalitätsrate ist extrem hoch und es schockiert mich immer wieder, wie der Staat daneben steht und hilflos mit ansieht, was dort passiert.

Ich denke gerade in dieser Zeit, wo alle leider viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, sollten wir mehr den Blick für die weniger privilegierten Menschen öffnen und auch bereit sein, etwas zurück zu geben. Noch besser wäre natürlich, dass uns das nicht nur zu Weihnachten bewusst wird, sondern immer und überall, denn es geht uns im Vergleich zu vielen Anderen noch sehr gut.

Eine wunderbare Vorweihnachtszeit aus Brasilien!

Euer
Aleks Will

 

1 Antwort

  1. Hi Willo, ja kann ich sehr gut nachempfinden. Auch wenn es in Australien Weihnachten wie hier gibt ist es doch etwas anderes als es im kalten Norden zu verbringen. Kälte Frost und Schnee gehören für mich dazu. Wünsche Dir alles erdenklich Gute

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